Arbeitsgruppe CUP-Syndrom - Informationen

Bericht der Arbeitsgruppe vom November 2009

Das CUP-Syndrom (Tumorerkrankung mit unbekanntem Primärtumor, ‚Cancer of Unknown Primary’) ist eine häufige Erkrankung und macht 2-4% aller Tumorerkrankungen aus. Da die Erkrankung heterogen ist und nach wie vor keine behördliche Anerkennung als (zulassungsrelevante) Krankheitsentität erhalten hat, ist leider die Aufmerksamkeit der Wissenschaft bisher immer noch gering.

2004 wurde in der AIO eine Arbeitsgruppe CUP-Syndrom gegründet, die in Deutschland zunehmend aktiv ist.

die Arbeitsgruppe startet Ende 2009 eine prospektiv randomisierte Therapiestudie zur Ermittlung des Stellenwerts eines EGFR-Antikörpers bei der Therapie des CUP-Syndroms: ‚PACET-CUP: Paclitaxel/Carboplatin mit und ohne Cetuximab bei CUP-Syndrom’

die Arbeitsgruppe beteiligt sich seit Mitte 2009 aktiv an einer internationalen prospektiv randomisierten Therapiestudie zur Erforschung des Stellenwerts eines HDAC-Inhibitors bei CUP

eine prospektiv randomisierte Therapiestudie und eine prospektive explorative Therapiestudie wurden erfolgreich abgeschlossen und publiziert

der Stellenwert der Genexpressionsanalyse mittels CupPrintTM wurde vergleichend mit zentraler Pathologie und Immunhistochemie geprüft, in press

Es ist gelungen, die medizinische Öffentlichkeit für das Krankheitsbild vermehrt zu sensibilisieren. So wurden 2008 im Deutschen Ärzteblatt und in der Fachzeitschrift ‚Der Onkologe’ Übersichtsarbeiten von Mitgliedern der Arbeitsgruppe publiziert, bei der Jahrestagung des DGHO war das CUP-Syndrom dreimal Thema

Translationale Forschung ist in alle Konzepte eingebunden; eine CUP-Gewebebank wird am NCT in Heidelberg i.R. der Arbeitsgruppe etabliert

Die Zahl der engagierten Wissenschaftler wächst weiter, so dass wir hoffen, mittelfristig einen substantiellen Beitrag zur Erforschung und Behandlung des CUP-Syndroms leisten zu können.