Arbeitsgruppe Supportive Therapie - Informationen

in Kooperation mit der Arbeitsgemeinschaft Supportive Maßnahmen in der Onkologie, Rehabilitation und Sozialmedizin (ASORS)

Bericht der Arbeitsgruppe vom November 2008

Die Arbeitsgruppe „Supportive Therapie“ versteht sich als organisationsübergreifende strukturbildende Arbeitsgruppe innerhalb der AIO. Es besteht eine sehr enge Kooperation mit der ASORS (Arbeitsgemeinschaft
Supportive Maßnahmen in der Onkologie, Rehabilitation und Sozialmedizin) der Deutschen Krebsgesellschaft. Der Schwerpunkt der ASORS besteht in der Erarbeitung und Publikation von Leitlinien.
Diese Zusammenarbeit, die auch in Personalunion durch mehrere AIO-Mitglieder erfolgt, soll z. B. die Verbreitung einheitlicher Standards im Bereich der supportiven Therapien vereinfachen und optimieren. Weiterhin sieht sich die Arbeitgruppe „Supportive Therapie“ in einer beratenden Funktion, wie z. B. bei der Erstellung von Studienprotokollen, in denen supportive Begleitmaßnahmen näher beschrieben werden müssen.

In Zukunft sind eigene Studienprotokolle zur Optimierung supportiver Therapiemaßnahmen geplant. Besondere Schwerpunkte sollen die Themen „Antiemese, Wachstumsfaktoren, protektive Begleitmaßnahmen bei der Chemotherapie, z. B. im Sinne der Neuroprotektion“, bilden.

In Kooperation mit der AGO und Arbeitsgruppe „Translationale Forschung“ wird demnächst in einer multinationalen Studie der Fragestellung nachgegangen, ob das Emesisrisiko unter der Chemotherapie einer genetischen Variabilität des 5HT3-Rezeptors unterliegt.

Ein weiteres Projekt in Kooperation mit iOMEDICO AG (Freiburg) ist das EMESIS Register. Mit Hilfe dieses epidemiologischen Registers sollen die Antiemese-Strategien in der alltäglichen Routine dargestellt werden.

Darüber hinaus ist derzeit eine Studie zur Palliation von symptomatischem Aszites mit Bevacizumab bei Patienten mit konventionell ausbehandelten Tumoren geplant. Diese Studie wird hoffentlich im nächsten Jahr starten können.

Die Arbeitsgruppe „Supportive Therapien“ möchte daher möglichst viele aktive Mitstreiter gewinnen, um die verschiedenen Aspekte und zahlreichen innovativen Studienkonzepte in der Supportivtherapie umsetzen zu können.