Arbeitsgruppe Supportive Therapie - Informationen

in Kooperation mit der Arbeitsgemeinschaft Supportive Maßnahmen in der Onkologie, Rehabilitation und Sozialmedizin (ASORS)

Bericht der Arbeitsgruppe vom November 2009

Die Arbeitsgruppe „Supportive Therapie“ versteht sich als organisationsübergreifende strukturbildende Arbeitsgruppe innerhalb der AIO. Es besteht eine sehr enge Kooperation mit der ASORS (Arbeitsgemeinschaft Supportive Maßnahmen in der Onkologie, Rehabilitation und Sozialmedizin) der Deutschen Krebsgesellschaft. Der Schwerpunkt der ASORS besteht in der Erarbeitung und Publikation von Leitlinien. Diese Zusammenarbeit, die auch in Personalunion durch mehrere AIO-Mitglieder erfolgt, soll z. B. die Verbreitung einheitlicher Standards im Bereich der supportiven Therapien vereinfachen und optimieren. Weiterhin sieht sich die Arbeitgruppe „Supportive Therapie“ in einer beratenden Funktion, wie z. B. bei der Erstellung von Studienprotokollen, in denen supportive Begleitmaßnahmen näher beschrieben werden müssen.

In Zukunft sind eigene Studienprotokolle zur Optimierung supportiver Therapiemaßnahmen geplant. Besondere Schwerpunkte sollen die Themen „Antiemese, Wachstumsfaktoren, protektive Begleitmaßnahmen bei der Chemotherapie, z. B. im Sinne der Neuroprotektion“, bilden.

Anfang 2010 wird aller Voraussicht nach die AIO-SUP-0108 Studie („Double-blind, placebo-controlled, randomized phase II-study investigating the efficacy of Bevaci-zumab for symptom control in patients with malignant ascites due to advanced-stage gastrointestinal cancer“), die in enger Kooperation mit der DGHO Palliativgruppe geplant wurde, starten. An dieser Studie werden ca. 20 Zentren teilnehmen.

In Kooperation mit der AGO und Arbeitsgruppe „Translationale Forschung“ wird in einer multinationalen Studie der Fragestellung nachgegangen, ob das Emesisrisiko unter der Chemotherapie einer genetischen Variabilität des 5HT3-Rezeptors unterliegt.

Das EMESIS Register in Kooperation mit iOMEDICO AG (Freiburg) ist dieses Jahr erfolgreich abgeschlossen worden. Mit Hilfe dieses epidemiologischen Registers wurden die Antiemese- Strategien in der alltäglichen Routine dargestellt.

Die Arbeitsgruppe „Supportive Therapien“ möchte möglichst viele aktive Mitstreiter gewinnen, um die verschiedenen Aspekte und zahlreichen innovativen Studienkonzepte in der Supportivtherapie umsetzen zu können.