Arbeitsgruppe Geriatrische Onkologie - Informationen

Bericht der Arbeitsgruppe vom November 2010

Die Arbeitsgruppe Geriatrische Onkologie ist eine gemeinsame Arbeitsgruppe der AIO, der DGHO
(Deutsche Gesellschaft für Hämatologie und Onkologie) und der DGG (Deutsche Gesellschaft für Geriatrie).
Die Arbeitsgruppe hat in der Studienplanung für Phase II und III Studien bisher weitgehend eine beratende Rolle übernommen. Derzeit sind keine AIO eigenen klinischen Studien der Phase I-III mit dem Fokus auf ältere Patienten mit Krebserkrankungen aktiv. Die Zielpopulation alter Patienten mit gesundheitlichen Einschränkungen, die dazu führen, dass die Patienten nicht mit der jeweils etablierten Standardtherapie behandelt werden können, ist bisher nicht in Studien untersucht worden.

Patientenregister, welche die tatsächliche Behandlungssituation widerspiegeln, sind daher eine Möglichkeit, mehr über diese Patientengruppe zu erfahren. In Zusammenarbeit mit der AIO-Arbeitsgruppe Gynäkologische Tumoren und Mammakarzinom erfolgt daher innerhalb der Mamma Registry die Durchführung der Register Studien ELDERLY – Prospektive Erfassung der klinischen Behandlungsrealität der älteren Patientinnen unter Chemotherapie u/o Antikörpertherapie, Alter > 70 Jahre SENORA – Prospektive Erfassung der klinischen Behandlungsrealität der älteren Patientinnen (> 70 Jahre).

Auch das Register der Initiative Geriatrische Hämatologie und Onkologie (IN-GHO®) wird von der AIO Arbeitsgruppe Geriatrische Onkologie unterstützt. Daten aus IN-GHO® wurden auf dem Kongress der American Society of Hematology (ASH) 2008 und auf dem Kongress der American Society of Clinical Oncology (ASCO) 2009 und 2010 vorgestellt. Derzeit ist die Dokumentation von 2.776 der 3.000 Patienten abgeschlossen, 106 Patienten sind derzeit in der laufenden Betreuung, der Einschluss von 127 Patienten vertraglich abgesichert. Ergebnisse werden 2011 erwartet. Darüber hinaus erfolgte eine Befragung der teilnehmenden Einrichtungen / Ärzte bezüglich der Akzeptanz des Geriatrischen Assessments und des derzeitigen Implementierungsstands, der Motivation der Teilnahme und des Stellenwerts der unterschiedlichen Assessmentparameter.