Arbeitsgruppe Supportive Therapie - Informationen

in Kooperation mit der Arbeitsgemeinschaft Supportive Maßnahmen in der Onkologie, Rehabilitation und Sozialmedizin (ASORS)

Bericht der Arbeitsgruppe vom November 2010

Die Arbeitsgruppe „Supportive Therapie“ versteht sich als organisationsübergreifende strukturbildende Arbeitsgruppe innerhalb der AIO. Es besteht eine sehr enge Kooperation mit der ASORS (Arbeitsgemeinschaft Supportive Maßnahmen in der Onkologie, Rehabilitation und Sozialmedizin) der Deutschen Krebsgesellschaft. Im Herbst 2009 wurde z.B. der 1. deutschlandweite ASORS Kongress in Kooperation mit der AIO erfolgreich ausgerichtet. Der 2. ASORS Jahreskongress wird im Frühjahr (25.-26.3.2011 in Berlin) wieder in Kooperation mit der AIO AG Supportive Therapie ausgerichtet.

Der Schwerpunkt der ASORS besteht in der Erarbeitung und Publikation von Leitlinien. Diese Zusammenarbeit, die auch in Personalunion durch mehrere AIO-Mitglieder erfolgt, soll z. B. die Verbreitung einheitlicher Standards im Bereich der supportiven Therapien vereinfachen und optimieren. Weiterhin sieht sich die Arbeitgruppe „Supportive Therapie“ in der AIO in einer beratenden Funktion, wie z. B. bei der Erstellung von Studienprotokollen, in denen supportive Begleitmaßnahmen näher beschrieben werden müssen.

Mittlerweile ist seit Anfang 2010 die erste AIO Studie aus der AG Supportive Therapie in Zusammenarbeit mit der AG Palliative Therapie der DGHO gestartet. Diese Phase II Studie (AIO-SUP-0108) untersucht in einem doppelblinden randomisierten Vergleich mit Placebo die Wirksamkeit von Bevacizumab bei malignem Aszites bei Patienten mit fortgeschrittenen gastrointestinalen Karzinomen. Insgesamt sind mittlerweile 20 Zentren deutschlandweit initiiert.

In Zukunft sind weitere eigene Studienprotokolle zur Optimierung supportiver Therapiemaßnahmen geplant. Besondere Schwerpunkte sollen die Themen „Antiemese, Wachstumsfaktoren, protektive Begleitmaßnahmen bei der Chemotherapie, z. B. im Sinne der Neuroprotektion“, bilden.

Das EMESIS Register in Kooperation mit iOMEDICO AG (Freiburg) ist dieses Jahr erfolgreich abgeschlossen worden. Mit Hilfe dieses epidemiologischen Registers wurden die Antiemese- Strategien in der alltäglichen Routine dargestellt. Die abschließenden Ergebnisse werden auf dem diesjährigen AIO Herbstsymposium präsentiert.

Das internetbasierte Paravasateregister wird weiterhin entwickelt und kann hoffentlich 2011 aktiviert werden.

Die Arbeitsgruppe „Supportive Therapien“ möchte möglichst viele aktive Mitstreiter gewinnen, um die verschiedenen Aspekte und zahlreichen innovativen Studienkonzepte in der Supportivtherapie umsetzen zu können.

Publikation
Intraperitoneal VEGF -inhibition using bevacizumab: a potential approach for the symptomatic treatment of malignant ascites? Oncologist. Kobold S, Hegewisch-Becker S, Oechsle K, Jordan K, Bokemeyer C, Atanackovic D.
2009 Dec: 14(12): 1242-51. Epub 2009 Dec. 11. Review.