Arbeitsgruppe Supportive Therapie - Informationen

in Kooperation mit der Arbeitsgemeinschaft Supportive Maßnahmen in der Onkologie, Rehabilitation und Sozialmedizin (ASORS)

Bericht der Arbeitsgruppe vom November 2011

Die Arbeitsgruppe „Supportive Therapie“ versteht sich als organisationsübergreifende strukturbildende Arbeitsgruppe innerhalb der AIO. Es besteht eine sehr enge Kooperation mit der ASORS (Arbeitsgemeinschaft Supportive Maßnahmen in der Onkologie, Rehabilitation und Sozialmedizin) der Deutschen Krebsgesellschaft. Diese Zusammenarbeit, die auch in Personalunion durch mehrere AIO-Mitglieder erfolgt, soll z. B. die Verbreitung einheitlicher Standards im Bereich der supportiven Therapien vereinfachen und optimieren. Weiterhin sieht sich die Arbeitsgruppe „Supportive Therapie“ in der AIO in einer beratenden Funktion, wie z. B. bei der Erstellung von Studienprotokollen, in denen supportive Begleitmaßnahmen näher beschrieben werden müssen.

Mittlerweile ist seit Anfang 2010 die erste AIO Studie aus der AG Supportive Therapie in Zusammenarbeit mit der AG Palliative Therapie der DGHO gestartet. Diese Phase II Studie (AIO-SUP-0108) untersucht in einem doppelblinden randomisierten Vergleich mit Placebo die Wirksamkeit von Bevacizumab bei malignem Aszites bei Patienten mit fortgeschrittenen gastrointestinalen Karzinomen. Insgesamt sind mittlerweile 20 Zentren deutschlandweit initiiert.

Unter der Federführung der Arbeitsgruppe Lebensqualität und PRO in Kooperation mit unserer AG wird gerade die „PROCAPP“ Studie aktiviert. In dieser Phase III Studie soll die Wirksamkeit von Mapisal versus Urea-haltiger Hand-Fuß-Creme zur Prophylaxe des Capecitabin-induzierten Hand-Fuß-Syndroms untersucht werden.

In Zukunft sind weitere eigene Studienprotokolle zur Optimierung supportiver Therapiemaßnahmen geplant. Besondere Schwerpunkte sollen die Themen „Anämie, Antiemese, Wachstumsfaktoren, protektive Begleitmaßnahmen bei der Chemotherapie, z. B. im Sinne der Neuroprotektion“, bilden.

Das internetbasierte Paravasateregister befindet sich weiterhin in der Entwicklungsphase und stellt einen engen Zusammenhang zu den ASORS Paravasateleitlinien her.

Geplant ist ein Neutropenieregister in Kooperation mit der ASORS, um herauszufinden, wie Leitlinien zur Neutropenieprophylaxe nach Chemotherapie umgesetzt werden.

Die Arbeitsgruppe „Supportive Therapien“ möchte möglichst viele aktive Mitstreiter gewinnen, um die verschiedenen Aspekte und zahlreichen innovativen Studienkonzepte in der Supportivtherapie umsetzen zu können.