Arbeitsgruppe Supportive Therapie - Informationen

Bericht der Arbeitsgruppe vom November 2012

Die Arbeitsgruppe „Supportive Therapie“ versteht sich als organisationsübergreifende strukturbildende Arbeitsgruppe innerhalb der AIO. Es besteht eine sehr enge Kooperation mit der ASORS (Arbeitsgemeinschaft Supportive Maßnahmen in der Onkologie, Rehabilitation und Sozialmedizin) der Deutschen Krebsgesellschaft. Diese Zusammenarbeit, die auch in Personalunion durch mehrere AIO-Mitglieder erfolgt, soll z. B. die Verbreitung einheitlicher Standards im Bereich der supportiven Therapien vereinfachen und optimieren. Ein zukunftsweisender Schritt ist in diesem Zusammenhang die ab 2013 anstehende Erstellung der S3 Leitlinie „Supportive Therapie bei onkologischen PatientInnen“ im Rahmen des Leitlinienprogrammes Onkologie unter dem Mandat der DGHO (Deutsche Gesellschaft für Hämatologie und Onkologie) und der ASORS (Arbeitsgemeinschaft Supportive Maßnahmen in der Onkologie Rehabilitation und Sozialmedizin). Die Erstellung der S3 Leitlinie „Supportive Therapie bei onkologischen PatientInnen“ ist auf ca. 2 ½ Jahre angelegt und ist ein weiterer wichtiger Schritt in der Qualitätssicherung bei der Betreuung von onkologischen Patienten.
Weiterhin sieht sich die Arbeitgruppe „Supportive Therapie“ in der AIO in einer beratenden Funktion, wie  z. B. bei der Erstellung von Studienprotokollen, in denen supportive Begleitmaßnahmen näher beschrieben werden müssen.
Anfang 2010 ist die erste AIO-Studie aus der AG Supportive Therapie in Zusammenarbeit mit der AG Palliative Therapie der DGHO gestartet. Diese Phase II Studie (AIO-SUP-0108) untersucht in einem doppelblinden randomisierten Vergleich mit Placebo die Wirksamkeit von Bevacizumab bei malignem Aszites bei Patienten mit fortgeschrittenen gastrointestinalen Karzinomen.
Ein größeres Projekt ist die im Frühjahr begonnene repräsentative Umfrage zusammen mit der ASORS unter Onkologen zur Anwendung der EORTC G-CSF Leitlinie zur Neutropenieprophylaxe nach Chemotherapie. Es wurden 976 Patientinnen mit Mammakarzinom,  286 mit malignem Lymphom und 666 mit Lungenkarzinom aufgenommen, die Analysen stehen im Frühjahr 2013 zur Verfügung.
Eine nicht-interventionelle Studie zur Anämie nach Chemotherapie überprüft, wie die stufenweise Dosissteigerung  Erythropoetin-theta in der klinischen Praxis umgesetzt wird.
In Zukunft sind weitere eigene Studienprotokolle zur Optimierung supportiver Therapiemaßnahmen geplant. Besondere Schwerpunkte sollen die Themen „Anämie, Antiemese, Wachstumsfaktoren, protektive Begleitmaßnahmen bei der Chemotherapie, z. B. im Sinne der Neuroprotektion“, bilden.
Die Arbeitsgruppe „Supportive Therapie“ möchte möglichst viele aktive Mitstreiter gewinnen, um die verschiedenen Aspekte und zahlreichen innovativen Studienkonzepte in der Supportivtherapie umsetzen zu können.