Arbeitsgruppe Onkologische Rehabilitation - Informationen

Bericht der Arbeitsgruppe vom November 2013


Die Arbeitsgruppe onkologische Rehabilitation hat sich Ende 2010 gegründet. Nach Findung der Gruppe und interessierter Mitarbeiter, hat nunmehr ein Teil der Leitgruppe die Tätigkeit aufgenommen. Folgende Studienaktivitäten sind in Planung bzw. werden aktiv durchgeführt:

Studie: „Kognitive Funktionen und Erwerbstätigkeit nach Mammakarzinom-Therapie: Evaluation eines computerisierten neuropsychologischen Screeningtestverfahrens (NeuroCog FX)“ Eine prospektive, stratifizierte, multizentrische Kohortenstudie.
 
Im Rahmen der Rehabilitation werden von den Patientinnen, die aufgrund eines Mamma-Karzinoms eine akut medizinische Behandlung erhalten haben, häufig kognitive Defizite in Form von Gedächtnis- und Konzentrationsstörungen beschrieben. Aufwendige neurophysiologische Testverfahren können hier Defizite aufzeigen, sind aber für die Rehabilitation häufig nicht praktikabel. Aus diesem Grund soll ein einfaches neurokognitives Testprogramm mittels computergestütztem Modul NeuroCog FX® etabliert und evaluiert werden. Die Studie hat im Januar 2013 mit der Rekrutierung begonnen.

Eingeschlossen werden Frauen im Alter von 18-60 Jahre, die sich im Rahmen der Rehabilitation vorstellen und aufgrund eines Mammakarzinoms eine Operation, ± Radiatio, erhalten haben, stratifiziert nach Chemotherapie und Nodalstatus. Der Rekrutierungszeitraum ist von Januar 2013 bis Ende 2014 vorgesehen. Insgesamt beteiligen sich derzeit 8 onkologische Rehabilitationskliniken an der Patientenrekrutierung. Im Oktober 2013 waren bereits 306 Frauen mit Brustkrebs in die Studie aufgenommen worden. Weitere Studienzentren sind erwünscht.

Registerstudie: „Evaluierung der Erwerbsfähigkeit bei Patientinnen mit Lymphödem und Kompressionsbestrumpfung nach Mammakarzinom“
Anhand dieser Studie soll die Erwerbsfähigkeit von Patientinnen nach Mammakarzinom evaluiert werden, die unter einem Lymphödem leiden und eine Kompressionsbestrumpfung tragen. In der sozialmedizinischen Leitlinie Mammakarzinom der Deutschen Rentenversicherung Bund wird für diese Patientinnen eine Erwerbsunfähigkeit postuliert. Dies stellt sich in der klinischen Praxis anders dar und soll mit dieser Registerstudie überprüft werden. Diese Studie ist weiterhin in Planung und soll nächstes Jahr starten.