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Young Medical Oncologist

YMO - Bericht zum AIO-Herbstkongress 2013

Die Gruppe der Young Medical Oncologists traf sich am 13.11.2013 zu einem Ideenaustausch und zur Diskussion der aktuellen und zukünftigen Studienprojekte. Dank der Unterstützung des AIO-Vorstandes und der AIO-Geschäftsstelle konnten wir junge Onkologen bereits am Vorabend des Herbstkongresses nach Berlin anreisen. Nach Begrüßung durch die beiden Sprecher der YMO, Gertraud Stocker und Dominik Modest, besprachen wir die einzelnen Projekte.
Den Auftakt machte die Münchner Gruppe mit einer Arbeit zur gepoolten Analyse der Daten zur Frühmortalität bei kolorektalen Karzinomen von Clemens Gießen (AIO-YMO-0212). Durch Nutzung der Daten aus den Studien der AIO zum kolorektalen Karzinom konnte diese tolle Arbeit realisiert werden und aktuell zur Veröffentlichung bei Annals of Oncology eingereicht werden.
Andreas Lang zeigte den aktuellen Stand der Umfrage zur Nutzung von alternativmedizinischen Methoden bei Krebspatienten (AIO-YMO-0112). Durch enge Zusammenarbeit mit der AIO-Studien gGmbH sowie Nutzung des AIO-Verteilers konnten bislang Daten von 49 Zentren in 14 Bundesländern gewonnen werden; zum jetzigen Zeitpunkt sind fast 1500 ausgefüllte Fragebögen zurückgesandt worden, die Bögen der letzten Zentren werden noch dieses Jahr erwartet und wir sind natürlich auf die Ergebnisse gespannt.
Die MATEO-Studie ist ein Projekt, das von Martin Haag aus der YMO-Gruppe initiiert wurde (AIO-YMO-0111). In einer europäischen multizentrischen Studie soll der Einsatz von S1 als Erhaltungstherapie beim metastasierten Magenkarzinom untersucht werden. Ziel ist die Rekrutierung von 297 Patienten in 50 Zentren in Europa. Für diese Studie konnte eine enge Zusammenarbeit mit der Magen-AG der AIO aufgebaut werden, die Martin und die YMO engagiert unterstützt. Für begleitende Projekte aus dem Bereich Quality of Life und translationale Forschung konnten Kooperationen mit Julia Quidde und Gertraud Stocker durch die Kontakte in der YMO realisiert werden. Das Protokoll der MATEO-Studie ist kurz vor Finalisierung und Einreichung bei der Ethikkommission; viel Erfolg und einen guten Start!
Ebenfalls mit der Therapie beim Magenkarzinom beschäftigt sich eine dieses Jahr erstmals vorgestellte Studienidee von Christoph Schulz. In Anlehnung an die Daten von Sakuramoto et al. (NEJM 2013) soll die Durchführbarkeit bzw. tolerierbare Dosierung einer adjuvanten Therapie mit S1 in einer multizentrischen Phase I/II-Studie an einem europäischen Kollektiv untersucht werden. Geplant ist die Untersuchung von ca. 60 Patienten in 2 Kohorten mit unterschiedlichen Dosierungsschemata über 1 Jahr. In der Diskussion der Projektidee wurde die Bildung einer 3. Kohorte mit verkürzter Behandlungsdauer angeregt – insgesamt wurde die Fragestellung der Studie sehr kritisch diskutiert. Die Studien-Idee wurde auch in der Magen-AG diskutiert. Eine zweite ähnliche Studienidee wurde dort durch Herr Dr. Thuß-Patience vorgestellt. Geplant ist hier eine S-1-Gabe adjuvant nach neoadjuvanter Gabe von FLO oder FLOT für 6 Monate. Es wurde angeregt, dass sich die Initiatoren in der weiteren Planung absprechen und somit ggf. eine Zusammenarbeit von YMO und der AG Magen der AIO entstehen kann.
Bereits bei der Frühjahrstagung 2013 diskutierten wir eine Projektidee von Gertraud Stocker, die sich mit der Dosisreduktion von Chemotherapeutika bei adipösen Patienten beschäftigt. Weit verbreitet ist die Begrenzung der Chemotherapiedosis auf 2 m² Körperoberfläche, was ggf. mit einer schlechteren Prognose assoziiert ist. Ziel des Projektes ist eine Abbildung der Behandlungsrealität bei adipösen Patienten der AIO-Studien zum kolorektalen Karzinom. Durch Nutzung der Daten der Kolon-Gruppe der AIO stehen für diese Analyse ca. 900 Datensätze zur Verfügung. Neben dieser retrospektiven Analyse könnte auch eine Umfrage unter den AIO-Mitgliedern mithilfe von Fallvignetten den Stand der Versorgung adipöser Tumorpatienten abbilden.  Diese Strategie wurde erstmals diskutiert.

Sehr positiv wurde von allen Projektverantwortlichen der YMO die Zusammenarbeit mit den Arbeitsgruppen der AIO, der Geschäftsführung und dem Vorstand der AIO und der AIO Studien gGmbH bewertet. Das Forum Young Medical Oncologists der AIO bietet jungen Onkologen einen frühen Einstieg in die Arbeitsgruppen der AIO sowie die Option, eigene Projekte mit Unterstützung durch die Arbeitsgruppen und Mentoren eigenverantwortlich durchzuführen. Wir bedanken uns für die Unterstützung und das Vertrauen in unsere Gruppe und freuen uns immer über neue Projektideen und neue Mitglieder!

Ein wichtiges Ziel der Gruppe für 2014 ist es, Ihre Lebendigkeit, Inspiration und Motivation durch den Gewinn neuer YMOs zu bereichern. Diese Charakteristika der YMOs sehen wir als entscheidende Basis für die Entstehung innovativer, junger Projekte und vor allem Freude an der Wissenschaft.

Somit ist unsere „Message“ an alle jungen, interessierten Onkologen:
Kommt wieder, macht  mit und erzählt es weiter!

Dr. med. Timo Behlendorf