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Young Medical Oncologist

Young Medical Oncologist (YMO) – GI-Tagung im Frühjahr 2012

Am 20.04.2012 trafen sich im Rahmen des GI-Tages der Arbeitsgemeinschaft Internistische Onkologie (AIO) junge Onkologen-/innen in Berlin zum aktuell 6. YMO-Treffen. Die YMO haben sich seit der ersten Diskussionsrunde im Herbst 2009 zu einer eigenständigen Arbeitsgruppe innerhalb der AIO entwickelt. Ziel dieser Arbeitsgruppe ist es, einerseits eigene innovative Projektideen gemeinsam zu entwickeln, sowie umzusetzen und andererseits eine Plattform für Integration und Austausch darzustellen. Die YMO-Gruppe wird definiert von Ärzten in Weiterbildung in einem internistisch-onkologischen Teilgebiet, insbesondere zum Hämatoonkologen oder in einer benachbarten Disziplin. Die Erfahrungsspanne der Mitglieder reicht vom Jungassistenten bis zum Facharzt für Innere Medizin. Der Vorstand des AIO unterstützt die YMO wesentlich in der Entwicklung und Umsetzung der Projekte.

Dem YMO-Treffen im April dieses Jahres vorangegangen war, wie beim letzten Treffen im Herbst 2011, ein informelles Treffen am Vorabend zum allgemeinen Austausch und Kennenlernen der neu hinzugekommenen Kollegen. Das informelle Treffen zeichnet aus, dass die YMO in geselliger Atmosphäre unter sich sind. Diese Abende werden durchweg von den YMOs positiv aufgenommen, da es uns ermöglicht in lockerer Atmosphäre uns auszutauschen und auch Details hinsichtlich der einzelnen Projekte oder Treffen zu besprechen.

Das YMO-Treffen am 20.04.2012 wurde begleitet durch den AIO-Vorstand, vertreten durch PD Dr. Graeven, Prof. Dr. Hegewisch-Becker und Prof. Dr. Lordick. Am Treffen teilgenommen haben ebenfalls die Leiterin des klinischen Studienmanagements der AIO-Studien-gGmbH Frau Dr. Karatas und Herr PD Dr. Pichlmeier aus Hamburg. Ihre Vorträge über Projektmanagement in klinischen Studien von der Idee bis zur Umsetzung (Fr. Dr. Karatas) sowie statistische Überlegungen, die man in Betrachtung ziehen muss, wenn man eine klinische Studie plant (Herr PD Dr. Pichlmeier), waren von hervorragender Qualität. Eine generelle Weiterbildung, um gute klinische Studien zu machen bzw. die Erlangung des Wissens um die Hürden und Fallstricken von  klinischen Studien, ist ein gewollter Bestandteil der Treffen der YMO.

Der Schwerpunkt dieses Treffen lag jedoch in der Weiterentwicklung und aktiven Umsetzung erster Studienprojekte der YMO. Dr. Andreas Lang (Querschnittsstudie komplementäre und alternative Heilverfahren) und Dr. Georg-Martin Haag (Klinische Studie metastasiertes Magenkarzinom) berichteten über den Stand der Studienprojekte, die von ihnen im Herbst 2011 erstmalig vorgestellt wurden.

Für das Studienprojekt „Nicht-interventionelle Querschnittsstudie zur Erfassung des Einsatzes komplementärer und alternativer Heilverfahren durch Patienten mit hämatologischer oder onkologischer Grunderkrankung“ hat bereits ein Pretest stattgefunden, den Felix Tauchert und Dr. Andreas Lang organisiert haben. Hierbei wurden verschiedene validierte und ein selbstentwickelter Fragebogen Patienten ausgehändigt. Auf Grundlage dieses Pretests erfolgte die Diskussion zur Fragebogenauswahl. Das Projekt wird voraussichtlich im Juni 2012 starten und erste Ergebnisse werden beim AIO-Herbstsymposium 2012 vorgestellt.

Für das klinische Studienprojekt „Deescalation beim Magenkarzinom“ sind seit Herbst 2011 mehrere Gespräche bezüglich des Studiendesigns, Statistik und Finanzierung gelaufen. Erfahrungen als Prüfarzt oder Subinvestigator im Rahmen von klinischen Studien, die ein Großteil der YMO hat, sind hilfreich für ein erfolgreiches Studienprojekt. Herr Prof. Dr. Lordick unterstützt und begleitet die Entstehung dieses Projektes in seiner Funktion als Experte und insbesondere als Mentor. Die Studienidee wurde bereits beim Herbsttreffen 2011 der Arbeitsgruppe Ösophagus-/ Magenkarzinome vorgestellt,  diskutiert und als klinisch relevant befunden. Die bislang schwierigste Hürde dieses Projektes ist die Realisierung der Studienfinanzierung. Diverse Möglichkeiten einer alternativen Finanzierung, wie z.B. durch eine private Stiftung etc., wurden diskutiert. Die entsprechende Vorarbeit inklusive des Verfassens der Studiensynopsis sowie der Fallzahl- und Kostenberechnung wurde bereits mit Hilfe der AIO-Studien-gGmbH geleistet. Als Bestandteil der klinischen Fragestellung bzw. ein Endpunkt der Studie ist auch die Untersuchung der Lebensqualität oder PROs, nicht zuletzt weil Patienten mit  metastasierter  Tumorerkrankung teilnehmen. Ein entsprechendes Projekt, das sich mit der Erfassung dieser Daten mittels Patientenfragebogen befasst, ist begleitend geplant. Ebenso ist ein translationales Projekt geplant, um den im Einzelnen abweichenden Krankheitsverlauf der Patienten mehr zu verstehen und die entsprechenden Rückschlüsse für eine bessere Behandlung unserer Patienten zu nutzen. Eine Interessengruppe aus den Reihen der YMO wird sich weiterhin und zunächst bis zum AIO-Herbstkongress 2012 intensiv mit der Weiterentwicklung und Implementierung dieses Projektes sowie der Realisierung einer Finanzierung beschäftigen.

Ich darf zum Schluss dieses Berichts alle jungen Kolleginnen und Kollegen, die neugierig auf uns geworden sind, zum nächsten YMO-Treffen während des 9. AIO-Herbstkongresses vom 15.-17. November 2012, herzlich einladen, teilzunehmen. Wir freuen uns ausdrücklich über neu hinzukommende Kollegen sowie weitere Studienideen, die wir zusammen diskutieren und planen können. Bei Interesse oder Fragen zu den YMO kann einfach zu einem von uns Kontakt aufgenommen werden: Maren Knödler, Berlin (maren.knoedler@charite.de); Sema Akin, Aachen (sakin@ukaachen.de); Gertraud Stocker, Braunschweig (g.stocker@klinikum-braunschweig.de), Timo Behlendorf, Halle (timo.behlendorf@uk-halle.de)



Dr. Gertraud Stocker
Städtisches Klinikum Braunschweig gGmbH
Medizinische Klinik III
Celler Straße 38
38114 Braunschweig
g.stocker@klinikum-braunschweig.de