Arbeitsgruppe CUP-Syndrom - Informationen

Bericht der Arbeitsgruppe vom November 2018

Die Arbeitsgruppe hat sich im vergangenen Jahr mit folgenden Schwerpunkten befasst:

-        Aktivierung der CUPISCO – Studie: Diese globale multizentrische prospektive randomisierte Phase-3-Behandlungsstudie bei CUP unter Einschluss von NGS-panel-Testing und Anwendung sowohl zielgerichteter TKI-Therapie als auch der Immuncheckpointblockade unter Leitung von Prof. Krämer in Heidelberg als AIO-assoziierte Studie ist bahnbrechend. Entsprechend intensiv sind die Vorbereitungsarbeiten. Das führende Ethikvotum liegt jetzt vor; wir hoffen auf einen baldigen Start der Rekrutierung in Deutschland. In die Studie sind mehrere interessante translationale Forschungsprojekte eingebunden, die Gewebsblöcke werden zentral gesammelt.

-        Vorbereitung eines Innovationsfonds-Projektantrags für ‚Neue Behandlungsmethoden‘ für 2019
CUP ist nach wie vor eine ‚orphan disease‘, das Evidenzlevel für die meisten Behandlungsansätze niedrig. Die Arbeitsgruppe hat nun in mehreren Treffen ein Outline für einen Projektantrag zur Diagnostik und Therapie sowie zur Erforschung des Stellenwerts neuer Behandlungsmethoden erarbeitet, der dem AIO-Vorstand bereits vorliegt. Die Diskussion innerhalb der AIO wird beim diesjährigen Herbstkongress stattfinden.

-        Auswertung der PACET-CUP-Studie: 2017 haben wir (endlich) das Rekrutierungsziel erreicht und konnten damit die drittgrößte jemals weltweit durchgeführt prospektive Behandlungsstudie beim CUP-Syndrom erfolgreich abschließen. Das Data Clearing ist weitgehend abgeschlossen. Erste Ergebnisse wird PD Dr. Folprecht beim diesjährigen Herbstkongress in Berlin vorstellen.

-        Vorbereitung einer 2nd bzw. further line Behandlungsstudie: Die meisten Patienten, die uns zur Zweitmeinung oder Behandlung bei CUP vorgestellt werden, sind bereits extern anbehandelt – diese können wir also in Erstlinien-Therapiestudien nicht einschließen. Daher bemüht sich die AG seit Jahren intensiv um Unterstützung für further line Behandlungsstudien. In diesem Jahr haben wir wieder intensive Gespräche geführt und es ist gelungen, ein spannendes Behandlungskonzept mit Immuncheckpointblockade zu entwickeln. Wir arbeiten nun daran, ein schlüssiges Studienprotokoll für 2019 zu entwickeln.

-        Gestaltung eines Symposiums beim DKK 2018: Vorbereitung zweier Beiträge zum DKK 2020

Publikationen

Bochtler T, Endris V, Reiling A, Leichsenring J, Schweiger MR, Klein S, Stögbauer F, Goeppert B, Schirmacher P, Krämer A*, Stenzinger A*: Integrated histogenetic analysis reveals BAP1 mutated epitheloid esothelioma in a patient with cancer of unknown primary. *Corresponding authors. J Natl Compr Canc Netw 16: 677-682, 2018.    

Löffler H, Krämer A: Prognostisch günstige Subgruppen beim CUP-Syndrom. Der Onkologe 23: 993-999, 2017.

Bochtler T, Krämer A: Systemtherapie prognostisch ungünstiger, disseminierter Adeno- und undifferenzierter CUP-Syndrome. Der Onkologe 23: 1000-1005, 2017.

Bochtler T, Löffler H, Krämer A: Diagnosis and management of metastatic neoplasms with unknown primary. Semin Diagn Pathol 35: 199-206, 2018.

Hübner G, Borner M, Neben K, et al. Onkopedia Leitlinien 01/18: CUP-Syndrom - Krebserkrankungen mit unbekanntem Primärtumor. 2018 .

Hübner G u. Schmidberger H. Und sie bewegt sich doch! Der Onkologe 23: 962-964, 2018.

Hübner G. Behandlungsalgorithmus CUP. Der Onkologe 23: 965, 2018

Stahl M. Karzinom bei unbekanntem Primärtumor – Wesen, Epidemiologie, Prognose, Risikofaktoren. Der Onkologe 23: 974-980, 2018

Folprecht G. CUP – Therapie nach Molekularbiologie oder mit Immuntherapie. Der Onkologe 23: 1006-1010, 2018

Zaun G, Schuler M, Hermann K, Tannapfel A. CUP-Syndrom – Metastasierte Krebserkrankung mit unbekanntem Primärtumor. Dtsch Arztebl Int; 115(10): 157-62, 2018