Arbeitsgruppe Kopf-Hals-Tumoren - Informationen

Bericht der Arbeitsgruppe vom November 2019

Mit der aktuellen Entwicklung der Systemtherapie konnten sich die Checkpunkt Inhibitoren (CPI) eindeutig in der Therapielandschaft des Kopf-Hals-Tumors (KHT) etablieren.

Die Vorteile der CPI Therapie sind deren prinzipiell gute Verträglichkeit sowie deren Wirksamkeit in den verschiedenen Subtypen der KHT. Insbesondere der Einsatz der CPI bei Platin-ungeeigneten Patienten stellt ein therapeutisches Konzept dar, das die AG KHT im Rahmen der ELDORANDO Studie untersucht. Die Studie vergleicht den Stellenwert von Pembrolizumab mit dem der MTX-Monotherapie.

Die Frage der individualisierten Immuntherapie steht nach der Zulassung der CPI bei rezidivierten bzw. metastasierten und vorbehandelten Patienten weiterhin im Raume. Da viele Patienten nicht von einer CPI Monotherapie profitieren, stellt sich die Frage, ob für diese Patienten eine kombinierte CPI Therapie oder aber eine klassische Chemotherapie die beste Therapieoption darstellen. Dieser Frage gehen wir in der OPTIM Studie nach und vergleichen den Einsatz von Ipilimumab + Nivolumab mit Docetaxel bei Patienten, die eine Progression unter einer Nivolumab Einzeltherapie aufweisen. Durch begleitende translationale Forschung sollen geeignete Patienten für eine Immun- bzw. Chemotherapiestrategie selektiert werden. Aktuell konnten wir 34 Patienten in die Studie einschließen. Die Studie wurde als Trials in Progress beim ESMO 2019 vorgestellt.

Im Kontext der Palliativtherapie mit Pembrolizumab beim KHT untersucht die IMPORTANCE Studie den Stellenwert der Radiotherapie zur Induktion eines abskopalen Effekts. Die Studie rekrutiert aktuell.

Aber auch die Frage der Optimierung der Chemotherapie bleibt weiterhin relevant. Zu diesem Thema kooperierte die AG KHT mit der GORTEC und der TTCC in der akademischen TPExtreme Studie (AIO-KHT-0314), die die Standardtherapie in der Erstlinie (EXTREME-Protokoll) mit einer 5-FU-freien Kombination (TPE) vergleicht. Die Studie konnte beim ASCO 2019 die Relevanz dieser neuen Kombinationstherapie aufzeigen und einen neuen Chemotherapie-Backbone formen.

Weitere Studien der AG KHT befassen sich mit der Relevanz von CPI bei lokalisierten Stadien oder im Kontext der Radiotherapie beim KHT. Die DURTRE RAD Studie untersucht eine Chemotherapie-freie definitive Radio-Immuntherapie bei lokal fortgeschrittenen KHT und rekrutiert aktuell. Ein innovatives Konzept mit einer adaptierten Therapie testet die aktuell rekrutierende CheckRad-CD8 Studie, die ebenfalls bei lokal fortgeschrittenen KHT eine Chemo-Immun-Induktionstherapie gefolgt von einer Radioimmuntherapie untersucht.

Veröffentlichungen:

ASCO 2019:

Abstr. 6002: TPExtreme randomized trial: TPEx versus Extreme regimen in 1st line Recurrent/Metastatic Head and Neck Squamous Cell Carcinoma (R/M HNSCC).

Joël GUIGAY, Jérôme Fayette, Ricard Mesia, Cedrik Lafond, Esma Saada-Bouzid, Lionnel Geoffrois, Laurent Martin, Didier Cupissol, Olivier Capitain, Helene Castanie, Damien Vansteene, Philippe Schafhausen, Catherine Dubos Arvis, Caroline Even, Christian Sire, Melissa Delhommeau, Cecile Michel, Jean Bourhis, Ulrich Keilholz, Anne Auperin, GORTEC - AIO Studien gGmbH - TTCC - H&N Unicancer

ESMO 2019:

Abstr. 1173TIP: A randomized phase II study on the OPTimization of IMmunotherapy in squamous carcinoma of the head and neck (SCCHN) – OPTIM (AIO-KHT-0117).  Viktor Grünwald, Dennis Hahn, Jürgen Alt, Gunter Schuch, Philipp Ivanyi

Publikationen

Cetuximab, fluorouracil and cisplatin with or without docetaxel for patients with recurrent and/or metastatic squamous cell carcinoma of the head and neck (CeFCiD): an open-label phase II randomised trial (AIO/IAG-KHT trial 1108). Klinghammer K, Gauler T, Dietz A, Grünwald V, Stöhlmacher J, Knipping S, Schroeder M, Guntinas-Lichius O, Frickhofen N, Lindeman HW, Fietkau R, Haxel B, Große-Thie C, Maschmeyer G, Zipfel M, Martus P, Knoedler M, Keilholz U. Eur J Cancer. 2019 Oct 13;122:53-60. doi: 10.1016/j.ejca.2019.08.018. [Epub ahead of print]

Bericht der Arbeitsgruppe vom November 2015

Der Bericht der Arbeitsgruppe lag bei Redaktionsschluss nicht vor.

Bericht der Arbeitsgruppe vom November 2014

Der Bericht der Arbeitsgruppe lag bei Redaktionsschluss nicht vor.

Bericht der Arbeitsgruppe vom November 2013

Der Bericht lag bei Redaktionsschluss leider nicht vor! Über die aktuellen Studien der Arbeitsgruppe informieren Sie sich bitte in unserem neuen Studienhandbuch!

Bericht der Arbeitsgruppe vom November 2012

Der Bericht der Gruppe lag bei Redaktionsschluss noch nicht vor.