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Forum Young Medical Oncologist

Zukunftsinitiative der AIO: YMO in der AIO – Junge Onkologen in der klinischen Forschung

Die Young Medical Oncologists (YMO) sind als interdisziplinäre Arbeitsgruppe seit einigen Jahren ein fester Bestandteil der AIO. Regelmäßige Treffen finden jeweils im Rahmen des AIO-GI-Tages und des AIO-Herbstkongresses statt. Diese Treffen finden sowohl im Kreis der jungen KollegInnen statt, als auch im Rahmen einer gemeinsamen Sitzung mit dem AIO-Vorstand.

Dass die Durchführung von klinischen, multizentrischen Studien zu einer Ressourcen-intensiven Tätigkeit geworden ist, die ohne ein Team kaum zu bewältigen ist, hat in den letzten Jahren dazu geführt, dass viele junge Onkologen (Mit-)Verantwortung für große klinische Projekte übernehmen konnten, durften oder sogar mussten. Dies kommt nicht nur durch eine Reihe von AIO-YMO-Studienprojekten (http://aio-portal.de/index.php/projekte.html) zur Geltung, sondern auch durch regelhafte Publikationstätigkeit der jüngeren Kollegen. Diese Entwicklung beruht auf der Bereitschaft vieler etablierter Studienleiter durch Kooperationsprojekte zwischen Studien und Fachdisziplinen Projekte junger Kollegen zu realisieren. Diese Publikationen können somit als eine gemeinsame Errungenschaft der etablierten Gruppen und Protagonisten auf der einen Seite und den YMOs andererseits gelten. Hierdurch wird für viele junge KollegInnen eine gute Grundlage für eine permanente wissenschaftliche Aktivität gelegt, dies ist somit in gewisser Weise eine Zukunftssicherung der AIO. Dieser erfreuliche Trend ist vom AIO-Vorstand (und seinen Vorgängern) bisher nicht nur erkannt und begrüßt worden, sondern wird zunehmend ganz dezidiert gefördert.

Die Zukunftsperspektiven der YMO in der AIO mit Initiativen und Strukturen zu flankieren und damit abzusichern, ist ein erklärtes Ziel der AIO. Vor diesem Hintergrund wurde es den YMO -analog der Regelungen für Fachvertreter internistischer Disziplinen- ermöglicht, die Vorstandsarbeit der AIO ebenfalls mit einem kooptierten Mitglied zu begleiten. Diesen Posten darf der Autor des Artikels seit März 2017 für die YMO wahrnehmen. Ebenfalls sehr erfreulich ist festzustellen, dass nach den letzten Leitgruppenwahlen in einigen Arbeitsgruppen (etablierte) YMO-Mitglieder sichtbar werden.

Der Betrieb der AIO-Studienakademie kann ebenfalls als eine Zukunftsinitiative der AIO gesehen werden. Im Rahmen dieser nun zweimal durchgeführten Fortbildung wird zunächst ein GCP-Refresher-Kurs abgehalten. Gekoppelt daran wird aber vor allem praktisches Wissen zur Durchführung von klinischen/translationalen Studien durch arrivierte AIO-Mitglieder weitergegeben. Dieses Angebot steht allen interessierten Teilnehmern offen, darf jedoch vor allem als ein Angebot für die jüngeren AIO-Mitglieder verstanden werden. Dieser Kurs soll letztlich eine erste Basis für eine selbstständige Konzeption und Durchführung von Studien legen, sowie Kompetenzen in der AIO (und der AIO-Studien-gGmbH) offenlegen, die bei einer Studienkonzeption in Anspruch genommen werden können. Eine weitere Auflage der Studienakademie ist für 2018 geplant.  

In diesem Kontext wird aktuell auch die thematische Ausrichtung des AIO-GI-Tages überdacht. Ein besonderes Augenmerk soll in der Zukunft auf den Aktivitäten der jüngeren, auch gerade weiblichen KollegInnen, liegen. Dies würde in der Praxis eine thematisch breitere Aufstellung einer Frühjahrstagung jenseits der gastrointestinalen Onkologen denkbar machen. Eine Frequentierung von jungen Onkologen wird vor allem dann zu ermöglichen sein und auch Sinn machen, wenn neben den AIO-YMO-Sitzungen auch die Fach-Arbeitsgruppen der jeweiligen Kollegen tagen. Dies ist insofern wichtig, als potentielle YMO-Projekte in der Regel auf den jeweiligen Tagungen, ggf. unter Vermittlung des Vorstandes, in die Arbeitsgruppen getragen werden, um eine inhaltliche Diskussion zu führen. Anknüpfend daran können die Optionen für eine Realisierung der Projekte diskutiert werden. Eine thematisch breitere Aufstellung einer Frühjahrstagung würde demnach nicht nur die laufenden inhaltlichen Diskussionen der AIO-Arbeitsgruppen verstetigen, sondern auch die YMO-Initiative stärken. Dies ist insbesondere deshalb wünschenswert, da sich in den letzten Jahren zunehmend auch nicht-GI-Onkologen zu den YMO-Treffen eingefunden haben. 

Die Unterstützung und Förderung junger Onkologinnen und Onkologen sehen wir als Investition in die Zukunft unserer Arbeitsgemeinschaft!

Wir richten hiermit die Bitte ausdrücklich an alle AIO-Mitglieder, ihre jungen Kolleginnen und Kollegen zu motivieren, sich der YMO-Gruppe anzuschließen.

 

PD Dr. Dominik P. Modest, kooptiertes Mitglied der YMO im Vorstand der AIO

November 2017